Lamas und Alpakas in der Geschichte

 

Lamas und Alpakas sowie Guanakos und Vikunjas sind südamerikanische, höckerlose Kleinkamele, die unter dem Oberbegriff „Neuweltkameliden“, Kamele aus der Neuen Welt, zusammengefasst werden.

Neuweltkameliden haben mit den Altweltkameliden (Trampeltier und Dromedar) gemeinsame Vorfahren, die sich vermutlich vor etwa 40 Millionen Jahren in Nordamerika entwickelt haben. Von dort wanderten die Ahnen der heutigen Altweltkameliden über die Landbrücke im Bereich der Beringsee nach Asien. Die Vorfahren der Neuweltkameliden zogen über die Landenge von Panama nach Südamerika und entwickelten sich dort zu den heute bekannten Arten.

 „Man nimmt an, dass die frühen Kulturen Südamerikas bereits vor 6.000 bis 7.000 Jahren in den Zentralanden Perus mit der Domestikation von Lamas und Alpakas begonnen hatten.“

Lamas wurden aus dem Guanako in erster Linie als Tragtier gezüchtet. Das Alpaka züchtete man als Wolllieferant aus dem deutlich kleineren Vikunja, das die feinste Wolle aller Wolle liefernden Säugetiere besitzt.

Die ersten Lamas kamen im Jahr 1528 im Zuge der Eroberung des Inkareiches durch Francisco Pizarro nach Europa an den spanischen Königshof und begeisterten dort schon die Menschen in der frühen Neuzeit.